HU-Studierendenteam gewinnt den ersten Moot-Court im Sozialrecht

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Studium
Beim Wettbewerb um juristische Expertise und den professionellsten Auftritt in einer simulierten Gerichtsverhandlung setzen sich die Jura-Studierenden Alexa Frei, Amelie Haeberlin und Jost Roeber gegen neun Uni-Teams aus ganz Deutschland durch.

In diesem Jahr hat das Bundessozialgericht in Kassel erstmals einen Moot-Court veranstaltet. Bei der Abschlussveranstaltung am 14. Januar 2026 wurde das Studierenden-Team der Juristischen Fakult?t der Humboldt-Universit?t zu Berlin (HU) zum Gewinner gekürt. Alexa Frei, Amelie Haeberlin und Jost Roeber waren in der simulierten Gerichtsverhandlung gegen neun Teams von den Universit?ten Bayreuth, Bochum, Bonn, Frankfurt am Main, G?ttingen, Hamburg und K?ln angetreten und konnten, so die Jury, mit freier Rede, Verhandlungsgeschick und echter Interessenvertretung überzeugen. 

Simulierte Verhandlung eines Falls aus der gesetzlichen Rentenversicherung

Bei der simulierten Verhandlung, in der die Studierenden als Anw?lt*innen auftraten, ging es um einen Fall aus der gesetzlichen Rentenversicherung ? die Berufung gegen ein (reales) Urteil des Sozialgerichts Münster und die Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten zugunsten des Kindesvaters. Hintergrund ist die gesellschaftspolitische Frage, wie eine gerechte Aufteilung von Kindererziehungszeiten zwischen Eltern aussieht und inwieweit das Rentenrecht insoweit einer ?nderung bedarf.

Auf den Moot-Court hatte sich das Team monatelang vorbereitet, begleitet von Dr. Stefan Schifferdecker, Lehrbeauftragter an der Juristischen Fakult?t der HU und Richter am Landessozialgericht Berlin-Brandenburg. Unterstützt wurde das Team auch vom Humboldt Moot Club. Der Verein hat sich an der HU eigens gegründet, um die Teilnahme von Studierenden an nationalen und internationalen Moot Courts zu koordinieren.