Anl?sslich des Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 hat das HU- Pr?sidium gemeinsam mit Vertreter*innen des Studierendenparlaments (StuPa) und des Referent*innenrats (RefRat) die Stolpersteine vor dem Hauptgeb?ude der Universit?t, Unter den Linden 6, gereinigt und Blumen niedergelegt. Auch dieses Jahr wollen die Universit?tsangeh?rigen mit dieser Geste die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachhalten und ein klares Zeichen gegen das Vergessen setzen. ?In der Zeit des Nationalsozialismus wurden auch in unserer Universit?t jüdische Studierende und Forschende bedroht und verfolgt. Die Stolpersteine vor unserem Eingangsportal erinnern uns t?glich an ihr Schicksal. Wir tragen Verantwortung, das Andenken an die Menschen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, lebendig zu halten und gegen Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung konsequent vorzugehen“, betonte Julia von Blumenthal, Pr?sidentin der Humboldt-Universit?t zu Berlin.
Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 markiert den Beginn einer Gewalteskalation und der systematischen Verfolgungen und Ermordungen von Jüdinnen und Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Dabei wurden Synagogen, Gesch?fte und andere jüdische Einrichtungen verwüstet und in Brand gesetzt. Jüdinnen und Juden wurden verfolgt, verschleppt und ermordet.
Die Stolpersteine erinnern an Menschen, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Es sind kleine Betonquader, die in den Gehweg vor dem letzten frei gew?hlten Wohnort von Verfolgten des Nationalsozialismus eingelassen werden. Auf einer Messingplatte an der Oberseite sind der Name und das Schicksal des Menschen, an den erinnert wird, zu lesen. Das 1996 von Gunter Demnig gestartete Projekt z?hlt mittlerweile mehr als 100.000 Steine in 31 L?ndern Europas.