Urbane Kultur und ethnische Repr?sentation: Berlin und Moskau auf dem Weg zur "world city" ? (I)
Auf einen Blick
DFG Sachbeihilfe
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Projektbeschreibung
Berlin und Moskau - zwei "neue" Hauptst?dte, die seit der Wende bzw. dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Gesellschaftslabore neue urbane und nationale Identit?ten entwerfen. Gleichzeitig versuchen sie, sich im globalen Referenzsystem der Weltst?dte neu zu positionieren. Wie genau manifestiert sich dieses Spannungsfeld nationaler und globaler Identit?tspolitiken auf symbolischer und kultureller Ebene, und wie pr?gt es die spezifischen Alltagspraxen Berlins und Moskaus? <br>
Um diese Fragen zu beantworten, untersucht das Forschungsprojekt ethnographisch die urbane Kultur Moskaus und Berlins im dynamischen Prozess der Weltstadtwerdung. Ethnische Repr?sentation dient dabei im jeweiligen nationalen Kontext als ein Indikator der world city . <br>
Das Forschungsprojekt umfasst drei Untersuchungsebenen: <br>
Im Zentrum der Diskursanalyse steht die kulturelle und symbolische Identit?tspolitik Berlins und Moskaus. Insbesondere wird den Vermittlungsprozessen der diskursiv erzeugten Bilder nachgegangen, die die St?dte jeweils im nationalen, europ?ischen und globalen Kontext verorten. <br>
Eine zweite Perspektive fragt nach Status, Ausformung und Praxis ethnischer Repr?sentation innerhalb der urbanen Kultur. Sie untersucht die kulturellen Selbstdarstellungen von institutionell organisierten Akteuren. <br>
Die dritte Perspektive umfasst urbane Alltagspraxen, die auch ethnisch gepr?gt sein k?nnen, beispielsweise in Kunst- und Kulturszenen, in Konsumprodukten und -formen. <br>
Die diskursiv erzeugten Bilder der St?dte strukturieren die Wahrnehmungshorizonte und Praxen der Stadtbev?lkerung. Andersherum gestalten die Repr?sentations- und Alltagspraxen die Stadtlandschaft und die Bilder der St?dte mit. Die Analyse der Wechselbeziehungen von Diskurs und Praxis an konkreten Beispielen tr?gt insofern zu einer Anthropologie der Stadt bei.