SFB 649/1-2: Risiken der Erwerbst?tigkeit: Humankapital, Entlohnung und Arbeitslosigkeit (TP C 07)
Auf einen Blick
DFG Sonderforschungsbereich
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Projektbeschreibung
<p>Die Teilnahme am Arbeitsmarkt ist eine wesentliche Aktivit?t fast aller Wirtschaftssubjekte. Der Verzicht auf Freizeit und der Einsatz derselben Zeit in Bildungs-, Produktions- oder Suchprozessen sind wesentliche Entscheidungen, welche die Wertsch?pfungsprozesse in modernen Volkswirtschaften begleiten und mitbestimmen. Diese Entscheidungen sind risikobeladen, und teilweise wegen fehlender M?rkte nicht vollkommen absicherbar. Die Lehrbuchtheorien der Arbeits?konomik behandeln die Partizipations-, Humankapitalinvestitions- und die Suchentscheidungen selten in Bezug auf den Zustandswechsel und das damit begleitende Risiko. Als unerwünschter Zustand stellt die Arbeitslosigkeit einen triftigen Grund dar, bei der Investitionsentscheidung in Humankapital m?gliche unsichere Umweltzust?nde zu berücksichtigen. Ein zweiter zentraler Aspekt ist die Natur der Unsicherheit, die die Entscheidungen am Arbeitsmarkt beeinflussen kann. Beispielsweise beeinflusst die Humankapitalbildung die makro?konomischen Eigenschaften einer Volkswirtschaft, und somit das Umfeld der Agenten und ihre Entscheidungen. Im allgemeinen Gleichgewicht dürfte das Niveau an makro?konomischer Unsicherheit nicht von solchen Entscheidungen unberührt bleiben. Für beide Aspekte ist der Einfluss des Risikos auf das Verhalten des Wirtschaftssubjekts von gro?em Gewicht: Bei Risikoaversion werden potentielle Auswirkungen von Unvollst?ndigkeit der Kapital- und Versicherungsm?rkte noch versch?rft.</p>
<p>In diesem Teilprojekt wird die Rolle des Zustandswechsels am Arbeitsmarkt, genauer gesagt das Risiko der Arbeitslosigkeit für die Humankapitalbildung, untersucht. Ferner wird die Rückkoppelung dieser Effekte auf das allgemeine makro?konomische Gleichgewicht mit berücksichtigt. Die Forschung wird einen erheblichen empirischen Teil besitzen, der erst nach dem Abschluss der theoretischen Forschung beginnen soll. Die empirische Analyse von mikro?konomischen Datens?tzen wie dem Deutschen Sozio?konomischen Panel (SOEP), der European Household Panel oder der Besch?ftigtenstichprobe des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erm?glicht eine ?berprüfung der Implikationen der theoretischen Befunde.</p>