Refugee Lives Matter? – Menschenrechtsschutz für Migrant*innen und Flüchtlinge durch internationale und regionale Verpflichtungen zur Untersuchung von Todesf?llen.

Auf einen Blick

Laufzeit
10/2018  – 12/2022
DFG-Fachsystematik

Rechtswissenschaften

F?rderung durch

Volkswagen Stiftung Volkswagen StiftungVolkswagen StiftungVolkswagen StiftungVolkswagen StiftungVolkswagen Stiftung

Projektbeschreibung

Derzeit sterben j?hrlich tausende Migrant*innen in Europa unter besorgniserregenden Umst?nden. Die meisten von ihnen lassen ihr Leben bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren. Es kommt aber auch zu zahlreichen Todesf?llen in Flüchtlings- und Auffanglagern oder w?hrend der ?berschreitung innereurop?ischer Grenzen. Staatliche sowie europ?ische Einwanderungs- und Grenzpolitik sind in besonderem Ma?e Gegenstand politischen Taktierens, wenn Parteien um die Zustimmung einer wechselhaften W?hlerschaft konkurrieren. Dieses Projekt erforscht sowohl den derzeitigen Anwendungsbereich als auch das theoretische Potential internationaler Verpflichtungen zur Untersuchung von Todesf?llen, die gew?hrleisten sollen, dass der Schutz von Migrant*innenleben st?rker von geltenden Menschenrechten und humanit?ren Obligationen bestimmt wird als von politischen Absichten. Das Projekt wird die folgenden Fragen er?rtern: Unter welchen Umst?nden wird der Tod nicht-sesshafter Migrant*innen Staaten dazu anhalten, eine potentielle Haftung zu untersuchen? In welchem Ausma? sind die bestehenden Verpflichtungen ausreichend, um einen Minimalschutz der Menschenrechte, die Migrant*innen und Geflüchteten zustehen, sicherzustellen? Und, unter Berücksichtigung internationaler Pr?zedenzf?lle und der damit einhergehenden theoretischen Kontroversen, wie ist der normative Anspruch derartiger Verpflichtungen, um diese Rechte besser zu schützen?