Nematoden als wichtige Quelle für omega-3 langkettige Fetts?uren im Nahrungsnetz des Bodens und die Auswirkungen auf die Ern?hrung von h?heren trophischen Stufen
Auf einen Blick
Lebenswissenschaften
DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe)
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Projektbeschreibung
Mehrere wirbellose Bodentierarten, insbesondere Nematoden aber auch Collembolen und Raubmilben, konnten als Quelle für langkettige mehrfach unges?ttigte Fetts?uren der omega-3-Familie (ω3 LC-PUFAs) nachgewiesen. Diese Verbindungen sind von gro?er physiologischer Bedeutung für Tiere, werden aber allgemein als nicht weit verbreitet in terrestrischen Nahrungsnetzen angesehen. Unsere Studien zeigten, dass sich die Fitness der Collembolen und Milben signifikant durch ω3 LC-PUFA-reiche Nematodennahrung verbesserte, welche zu einer erh?hten Biomasse und Vermehrung führte. Dies legt nahe, dass die Biosynthese von ω3 LC PUFA kostspielig ist, und die Aufnahme über die Nahrung, trotz der M?glichkeit zur de novo Synthese, für die Konsumenten rentabel ist. Interessanterweise tritt Koexistenz von Taxa, welche de novo ω3 LC-PUFAs synthetisieren mit eng verwandten Spezies welche dies nicht k?nnen, im gleichen Habitat auf.
Das vorgeschlagene Projekt fragt nun nach den physiologischen und ?kologischen Vorteilen dieser de novo-Synthese. Es zielt darüber hinaus darauf ab, Wissenslücken in den erforderlichen enzymatischen Mechanismen zu schlie?en. Um diese Ziele zu erreichen, werden biochemische (enzymatische Aktivit?t von Fetts?ure-Desaturasen) und physiologische (Stressresistenz, Wettbewerbsst?rke und Lernverhalten) Ans?tze kombiniert, und damit ein tiefgreifendes Verst?ndnis für die Bedeutung von nahrungsunabh?ngiger Versorgung mit ω3 LC-PUFA erreicht. Die Ergebnisse werden durch empirische Daten aus einer Feldstudie vervollst?ndigt, welche die vorhandene genetische Ausstattung zur de novo-Synthese von ω3 LC-PUFA mit der Lebensstrategie der entsprechenden Nematodenarten vergleicht, die in verschiedenen Habitaten gesammelt wurden. Damit wird das geplanten Projekt die Rolle von ω3 LC-PUFA als wichtige treibende Kraft für Interaktionen im Nahrungsnetz des Bodens nachweisen.
Beteiligte Einrichtungen
Institut für Biologie
Anschrift
Institutsgeb?ude/Hauptgeb?ude, Invalidenstra?e 42 (Hauptgeb?ude), 10115 Berlin