Liminal Whiteness: Southern Rednecks, Hillbillies, and Crackers in American Culture

Auf einen Blick

Laufzeit
01/2020  – 01/2023
F?rderung durch

DFG Sachbeihilfe DFG Sachbeihilfe

Projektbeschreibung

"Whiteness" (wei?sein) ist, seitdem die ersten europ?ischen Siedler in der Neuen Welt ankamen, eine komplizierte und umk?mpfte wie auch wandelbare Kategorie in den Vereinigten Staaten von Amerika. "Whiteness" ist eine fast unsichtbare und machtvolle sozio-kulturelle Norm, die die amerikanische Gesellschaft in zwei Gruppen aufteilt: diejenigen, die Zugang zu den Privilegien von "whiteness" haben und diejenigen, denen diese Privilegien verweigert werden. Systematisch ausgeschlossen von diesen Privilegien sind people of color, aber auch wei?e Amerikaner*innen, die darin 'versagen‘ den amerikanischen Traum des Wohlstands und Erfolgs zu leben. “Liminal Whiteness” widmet sich einer speziellen Form von "whiteness", die seit dem 19. Jahrhundert mit den Stereotypen "redneck", "hillbilly" und "cracker" beschrieben wird. Diese Stereotypen beschreiben arme, wei?e Südstaatler*innen, die eine Schwellenposition (liminal position) einnehmen. Sie stehen zwischen den historisch manifestierten Privilegien des Wei?seins, sowie den Benachteiligungen ihrer regionalen Zugeh?rigkeit und ihrer Gesellschaftsschicht. Diese Schwellenposition führt dazu, dass die Hegemonialmacht von "whiteness" gleichzeitig untergraben und unterstützt wird. Dies wird vor allem deutlich, wenn man sich die Repr?sentation dieser Stereotypen in der amerikanischen Popul?rkultur anschaut, die als wichtige Bühne für die Inszenierung dieser Stereotypen fungiert. “Liminal Whiteness” m?chte die vielf?ltigen Entwicklungen dieser Stereotypen in der amerikanischen Popul?rkultur seit dem 19. Jahrhundert untersuchen, um zu zeigen wie sie instrumentalisiert werden um besonders in Krisenzeiten whiteness neu zu verhandeln. Dieses Projekt leistet einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zu der kritischen Auseinandersetzung mit "race" in den Amerikastudien, Southern Studies und Critical Whiteness Studies. Der Ansatz dieses Vorhabens ist Intersektionalit?t; "whiteness" soll als Kategorie untersucht werden, die auch von anderen Identit?tsmerkmalen wie gender, Sexualit?t, Ethnizit?t, Alter und dis/ability (um einige zu nennen) gepr?gt wird und dadurch sichtbar wird. Durch Diskurs- und Textanalysen ausgew?hlter Texte (Fiktion, life writing, Film und Fernsehen) will “Liminal Whiteness” die Intersektionalit?t von whiteness unterstreichen und damit gegenw?rtige Diskussionen um white privilege erg?nzen und vorantreiben. Die Südstaaten-Stereotypen redneck, hillbilly und cracker sind exemplarisch für die Prozesse, mit denen sich "whiteness" in den USA als hegemoniale Identit?tskategorie manifestiert. Besonders in der amerikanischen Popul?rkultur werden diese Typen gleichzeitig als nationale Schandflecken und Ikonen dargestellt. Jede Epoche, so das Hauptargument meines Vorhabens, imaginiert die Stereotypen neu und reagiert dabei auf den Stellenwert von "whiteness" in der amerikanischen Gesellschaft.