Kition-Idalion-Tamassos: St?dte und Territorien in kyprischen K?ngtümern im 1. Jahrtausend v.Chr.
Auf einen Blick
Klassische, Provinzialr?mische, Christliche und Islamische Arch?ologie
DFG Sachbeihilfe
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Projektbeschreibung
Prim?rquellen (Inschriften, Münzen) und einige Sekund?rquellen (vorderorientalische und griechische Texte) der ersten H?lfte des 1. Jts. v. Chr. belegen die Existenz von rund zehn autonomen K?nigreichen auf Zypern. Ihre Entstehungszeit wird nach wie vor kontrovers diskutiert, aber ihr Ende kann pr?zise gegen Ende des 4. Jhs. v. Chr. verortet werden, als die Insel als Au?enbesitzung in das Ptolem?erreich integriert wird. Paradoxerweise hat ein konkretes Resultat dieser politischen Fragmentierung der Insel vergleichsweise wenig Beachtung erfahren: die Existenz von verschiedenen Territorien, deren Grenzen und Organisation (v.a. das Verh?ltnis Territorium-Zentralort). Ziel unseres Projektes ist eine ?berwindung von verallgemeinernden Modellen mittels einer holistischen und multidisziplin?ren Erforschung konkreter regionaler Fallbeispiele. Es bringt Historiker*innen, Arch?olog*innen (Spezialist*innen der materiellen Kultur und der Raumanalyse) zusammen für ein einzigartiges, auf andauernden Forschungen basierendes Unternehmen, welches sich mit drei verschiedenen K?nigreichen auseinandersetzt und das komplexe Problem von kulturellen und politischen Territorien in einem neuen, regionalen Ma?stab angeht.
Kition, Idalion und Tamassos sind aus mehreren Gründen für Fallstudien pr?destiniert. Zun?chst sind die drei K?nigreiche gut in historischen Quellen (Texte und Inschriften) belegt. Aus letzteren erfahren wir, dass die K?nige von Kition im Verlauf der klassischen Epoche (5.-4. Jh. v. Chr.) zu Herren von Idalion und Tamassos wurden. Weiter besa?en sie unterschiedliche Hintergründe: Kition gilt traditionell als “ph?nizisches” K?nigreich; Idalion und Tamassos waren demnach ?griechische“ Binnenk?nigreiche ohne Zugang zu H?fen. Alle drei St?dte und ihre jeweiligen Territorien k?nnen als arch?ologisch gut erforscht gelten. Ausgrabungen in verschiedenen Bereichen (Nekropolen, Heiligtümer, Siedlungskontexte, Pal?ste, nachgeordnete Elemente) f?rderten ein reiches Material zutage. Schlie?lich sind deutsche und franz?sische Forschergruppen seit l?ngerem in der Gegend t?tig.
Um die Geschichte der drei K?nigreiche, ihre reziproken Beziehungen und die territorialen Organisationen in der longue durée besser verstehen zu k?nnen, wollen wir alle verfügbaren arch?ologischen Daten mit denen anderer Quellen unter Einsatz verschiedener Methoden und Disziplinen abgleichen. Es geht darum, einen ersten Schritt in Richtung einer erneuten Betrachtung der Geschichte Zyperns zur Zeit der K?nigreiche zu machen, eine, welche die Komplexit?t der regionalen Komponenten in den Vordergrund stellt und wegweisend für die künftige Besch?ftigung mit den eisenzeitlichen K?nigreichen Zyperns sein soll.
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Beteiligte Einrichtungen
Institut für Arch?ologie
Anschrift
Universit?ts-Hauptgeb?ude, Unter den Linden 6, 10099 Berlin