Erweiterung der Standard-Gleichgewichtstheorie für kortikale Netzwerke: Multiple Zeitskalen in kortikalen Dynamiken

Auf einen Blick

Laufzeit
04/2019  – 09/2020
F?rderung durch

DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe) DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe)

Projektbeschreibung

Die Gleichgewichtshypothese wurde entwickelt, um zeitliche Irregularit?ten kortikaler Aktivit?t zu beschreiben. Die jetzige Form dieses sogenannten Standardmodells (SM) kann jedoch die auf mittleren Zeitbereichen zwischen zehn und mehreren hundert Millisekungen zu beobachtenden Aktivit?tsfluktuationen nicht erkl?ren. Das Ziel des vorliegenden kollaborativen und interdisziplin?ren Projektantrags ist es, das SM in dieser Hinsicht zu erweitern. Konkret sollen drei bislang vernachl?ssigte Aspekte untersucht und in das SM integriert werden: zellul?re Heterogenit?t, Effekte finiter Netzwerkgr??en sowie Konnektivit?tsmuster. Untersuchungsgegenstand des Projekts sind die Auswirkungen dieser drei Aspekte auf die Aktivit?tsdynamik jenseits von Membranzeitkonstanten und auf die Gleichgewichtsbedingung. Die im genannten Zeitbereich zu beobachtenden Fluktuationsmuster spielen eine wichtige Rolle für die Steuerung motorischer Aktivit?t und haben m?glicherweise direkte Auswirkungen auf das Verhalten, da viele willkürliche Bewegungen die Modulation kortikaler Aktivit?t voraussetzen. Im Rahmen der experimentellen Kollaboration sollen daher im Detail die Effekte dieser Fluktuationen innerhalb des kortikalen motorischen Systems von Primaten untersucht werden. Im theoretischen Teil des Projekts werden mittels Methoden der statistischen Mechanik und der nicht-linearen Dynamik analytische und numerische L?sungsans?tze zu diesen Fragen entwickelt, welche dann von den experimentellen Partnern in in-vivo-Experimenten überprüft werden.