Die Rolle mathematischer und naturwissenschaftlicher Studentenvereine und verbindungen für Wissensproduktion und Wissenschaftskultur, 1850-1935 / II

Auf einen Blick

Laufzeit
12/2012  – 11/2015
F?rderung durch

DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe) DFG Eigene Stelle (Sachbeihilfe)

Projektbeschreibung

W?hrend Studenten und Sozialisation in studentischen Institutionen seit langem Thema der Sozial-, Politik-, Geschlechter- und Kulturgeschichte sind, wurde in der Wissenschaftsgeschichte die Frage nach der wissenschaftlichen Sozialisation und des Erlernens epistemischer Handlungsformen, welche die Praktiken und Forschungskulturen der Wissenschaften pr?gten, lange vernachl?ssigt. Das Forschungsprojekt zu mathematischen und naturwissenschaftlichen Studentenvereinen und -verbindungen soll auf der Grundlage eines breiten Quellenmaterials erstmals systematisch herausarbeiten, welche Rolle die in der Mitte des 19. Jahrhunderts aufkommenden wissenschaftlichen Studentengruppierungen bis zu ihrer allgemeinen Aufl?sung in den Jahren nach 1933 für die Wissensproduktion und Wissenschaftskultur der Naturwissenschaften und der Mathematik in Deutschland gespielt haben. Neben den zentralen Vereinen und Verbindungen, die seit 1868 im Arnst?dter Verband mathematischer und naturwissenschaftlicher Vereine und seit 1910 im Deutschen Wissenschafter Verband organisiert waren, werden fachwissenschaftliche Studentenschaften und Arbeitsgemeinschaften, die sich in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik etablierten, vor dem Hintergrund des allgemeinen Verbindungswesens vergleichend einbezogen und die Gruppenerfahrungen und -aktivit?ten an individuelle Pr?gungen wichtiger Fachvertreter rückgebunden.

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