Charakterisierung phonemischer Ziele durch Untersuchung des Adaptionsverhaltens von Sprechern w?hrend einer artikulatorischen und akustischen Perturbation

Auf einen Blick

Laufzeit
04/2016  – 07/2019
F?rderung durch

DFG Sachbeihilfe DFG Sachbeihilfe

Projektbeschreibung

Das Projekt besch?ftigt sich mit dem Lautbild, welches ein Sprecher hat, wenn er einen Laut produzieren m?chte (=Phonemrepr?sentation). Dazu gibt es die folgenden zwei konkurrierunden Ans?tze: Der artikulatorische Ansatz geht davon aus, dass Phonemrepr?sentationen artikulatorisch sind, der Sprecher also eine bestimmte artikulatorische Konfiguration produzieren m?chte und der H?rer versucht, dem akustischen Signal diese artikulatorische Information zu entnehmen. Der akustische Ansatz geht davon aus, dass der Sprecher ein bestimmtes akustisches Resultat produzieren m?chte und der H?rer dieses akustische Resultat direkt interpretiert ohne Rückschluss auf die Artikulation. Zur weiteren Untersuchung der Eigenschaften der Phonemrepr?sentationen nutzt das hier vorgeschlagene Projekt ein bisher noch nicht verwendetes experimentelles Design. Dabei wird sowohl die Artikulation als auch die auditive Rückmeldung der Sprecher in einer Weise perturbiert, die eine eindeutige Interpretation der Adaptionsziele (nach akustischen oder artikulatorischen Kriterien) zul?sst. Die Artikulation der Sprecher soll mit einer Gaumenprothese perturbiert werden, die die Sprecher veranlasst, ihre Artikulation zu ver?ndern. Die akustische Perturbation ist dergestalt, dass sie zweierlei Arten der Adaption erm?glicht, entweder auf ein artikulatorisches Ziel hin (ohne Manipulation der auditiven Rückmeldung) oder auf ein akustisches Ziel hin (eine andere Vokaltraktkonfiguration, die durch Manipulation der auditiven Rückmeldung das gewünschte akustische Resultat liefert).