Antik?rper-Selektive Materialien zum Downstream Processing: Selektivit?t durch Epitop-Imprinting, Wirt-Gast Chemie und zwitterionische Oberfl?chenmodifikationen (AbCap)
Auf einen Blick
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Projektbeschreibung
Monoklonale Antik?rper (mAb) stellen eines der am schnellsten wachsenden Segmente im Bereich Biopharmaceuticals, d.h. der Nutzung von Proteinen als pharmazeutisch wirksame Komponente, dar. Das Marktvolumen für mAbs betr?gt derzeit ca. 20 Mrd. USD pro Jahr weltweit, und es wird abgesch?tzt, dass es bis 2010 auf mehr als 30 Mrd. USD wachsen wird. Die Forschungsaktivit?ten zu mAbs sind sehr vielf?ltig, und die wichtigsten Ziele sind Therapien für Krebs, Autoimmun-, Herz- und verschiedene Infektionserkrankungen. Für mAbs, die derzeit auf den Markt kommen, sind jedoch die Therapiekosten sehr hoch, was vor allem durch die unzureichenden Produktionskapazit?ten bedingt ist. Die entscheidenden Begrenzungen resultieren aus der Aufarbeitung (Downstream processing), d.h. den Grundoperationen, mit denen die Reinigung der mAbs aus dem Fermentationsansatz durchgeführt wird. Diese Aufreinigungsverfahren basieren derzeit im Wesentlichen auf der Verwendung von effizienten und selektiven, aber sehr teuren und labilen biologischen Rezeptoren einerseits, oder auf weniger effizienten und weniger selektiven, aber preiswerteren und stabileren Trennhilfsmitteln bzw. -Verfahren. Um diese Begrenzungen zu überwinden, ist im Rahmen dieses Projektes ein Konsortium (AbCap) gebildet worden, welches neue Aufreinigungsmethoden erarbeiten m?chte. Dem Konsortium geh?ren Partner der Technischen Universit?t Dortmund, der Gesamthochschule Duisburg Essen, der Firmen Bibitec und Merck und der HU an. Das technische Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung, Charakterisierung und Implementierung einer neuen Generation von Hochleistungstrennmaterialien basierend auf gepr?gten Kunststoffen (Imprinted Polymers), die speziell für die Reinigung von biopharmazeutischen Antik?rpern ma?geschneidert werden sollen.