Beitrag von Jüdinnen und Juden zur homosexuellen Kultur der Weimarer Republik, Beitrag der ausgewanderten Jüdinnen und Juden am schwullesbischen Leben in Israel/Pal?stina, 1933-1960

Auf einen Blick

Laufzeit
01/2017  – 03/2020
DFG-Fachsystematik

Geistes- und Sozialwissenschaften

Sozial- und Kulturanthropologie, Au?ereurop?ische Kulturen, Judaistik und Religionswissenschaft

F?rderung durch

German-Israeli Foundation

Projektbeschreibung

Das Berliner Teilprojekt fokussiert die Pr?senz jüdischer Protagonist*innen im schwulen und lesbischen Berlin vor 1933. Erforscht wird der spezifisch jüdische Beitrag zu Berlin als einem Zentrum der homosexuellen Kultur sowie der homosexuellen Emanzipationsbewegung in der Weimarer Republik. Besonderes Interesse richtet sich auf das kulturelle Engagement jüdischer Aktivist*innen und Künstler*innen für die schwul-lesbische Community sowie das politische Engagement von ?rzt*innen, Jurist*innen und Wissenschaftler*innen für die Abschaffung des Sonderstrafrechts gegen Homosexuelle. Zugleich richtet sich der Blick auf das Schicksal der jüdischen Protagonist*innen nach 1933 und die Erforschung ihrer Fluchtwege, insbesondere derjenigen, die nach Pal?stina führten. Der Fokus des israelischen Teilprojekts richtet sich auf die Impulse, die homosexuelle Immigrant*innen für die Herausbildung einer queeren Community in Pal?stina/Israel leisteten. Inwieweit konnten die Eingewanderten im gesellschaftlichen Kontext ihres Exils subkulturelle Formen homosexueller Geselligkeit, aber auch den politischen Aktivismus für die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Liebe einbringen, fortführen oder weiterentwickeln? Mit der Untersuchung dieser Aspekte der Geschichte Israels leistet das Projekt Grundlagenforschung.

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